Nach Einbruch in Tierarztpraxis: Polizei warnt vor T61 & Co.

Nach Einbruch in Tierarztpraxis: Polizei warnt vor Einschläferungsmittel (Bild: wisitia/hh)Nach Einbruch in Tierarztpraxis: Polizei warnt vor Einschläferungsmittel T61. (Foto: © WiSiTiA/hh)

Bei einem Einbruch in eine Tierarztpraxis nördlich von Hamburg wurde gleich ein ganzer Tresor geklaut. Darin: Betäubungsmittel und auch das Euthansiemedikament T61. Nun warnt die Polizei vor der Einnahme oder missbräuchlichen Verwendung der Medikamente. “Dies könnte schwerwiegende oder sogar tödliche Folgen haben.” 

(PM/hh) – Bei dem Einbruch in eine Tierarztpraxis in Schenefeld* hebelten die Täter ein Fenster auf und entwendeten einen dunkelgrauen Stahltresor. Neben einer geringen Menge Bargeld befanden sich noch verschiedene Narkosemittel für Pferde und um Medikamente für das Einschläfern von Tieren im Tresor ( T 61 / Neurotranq / Narketan / Cepesedan / Midazolan / Ziapan /
Butorgesic).
Die Polizei warnt “vor der Einnahme oder missbräuchlichen Verwendung”, sollte jemand Tresor oder die Medikamente finden: “Dies könnte schwerwiegende oder sogar tödliche Folgen haben”.

Besonders gesundheitsgefährdend sind dabei die braunen Glasflaschen mit der Beschriftung “T 61”, hierbei handelt es sich um ein Mittel zum Einschläfern von Pferden (siehe Beitragsbild).

Einbrüche in Tierarztpraxen sind leider nicht selten. Die Täter vermuten dort Bargeld und Drogen. wir-sind-tierarzt berichtete über einen Kollege, der sogar vier mal Opfer wurde und nun den Einbrechern Fallen stellt. Ein anderer Kollege wurde im vergangenen Jahr bei einem Überfall von den Tätern in seiner Praxis gefesselt.

Die Kriminalpolizei in Pinneberg hat die Ermittlungen in der Sache übernommen. Hinweise nimmt sie unter Tel. 04101 / 202-0 entgegen. In dringenden Fällen ist der Polizeinotruf zu wählen.

Quelle: Polizeidirektion Bad Segeberg
*der Einbruch erfolgte bereits in der Nacht vom 31.1. auf den 2.2.2018

Teilen
Über den Autor

Redaktion wir-sind-tierarzt.de

Unter dem Autorennamen "Redaktion wir-sind-tierarzt.de" veröffentlichen wir überwiegend kurze/aktuelle Nachrichten, die im Redaktionsalltag entstehen. Ein Namenskürzel am Textanfang weist ggf. näher auf den zuständigen Redakteur hin: jh – Jörg Held / hh - Henrik Hofmann / aw – Annegret Wagner Kontakt zur Redaktion: zentrale(at)wir-sind-tierarzt.de
Web Design MymensinghPremium WordPress ThemesWeb Development

Wildtiere: Hilfe kann auch Leid bedeuten

9. März 20169. März 2016
Ein Faltblatt gibt Tipps zum Umgang mit Wildtieren. (©Landestierschutzbeauftragte Hessen / Erni/Fotolia.com)„Wildtiere brauchen in den aller seltensten Fällen menschliche Hilfe," sagt die Landestierschutzbeauftragte Hessen. Was tun kann, wer ein Wildtier findet – oder aber auch besser lassen sollte – erklärt ein Flyer, den Dr. Madeleine Martin zusammen mit der Landestierärztekammer Hessen herausgegeben hat. (mehr …)