Atemwegserkrankungen bei der Katze schon auf Platz zwei

“Magen-Darm” ist Platz eins der Top Ten der Hundekrankheiten, gefolgt von Hauterkrankungen und Parasitenbefall. Bei der Katze verschieben sich Plätze etwas: Auf eins liegen die Parasiten, gefolgt von Atemwegs- und Hauterkrankungen.

Top-10 der häufigsten Hundekrankheiten. (Grafik: © obs / Bundesverband für Tiergesundheit e.V.)

Top-10 der häufigsten Hundekrankheiten. (Grafik: © Bundesverband für Tiergesundheit e.V.)

 (jh/PM) – Die Daten liefert der GfK Diagnose und Therapie Index, dessen Ergebnisse der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) veröffentlicht hat.

Hunde: Durchfall durch Nahrungsmittelallergien

Durchfall und Erbrechen sind die Leitsymptome der Top-1-Krankheit – und die unterscheiden sich bei Magen- oder Darmerkrankungen kaum. Von einer leichten Magenverstimmung, ausgelöst durch verdorbenes Fressen, bis hin zur schweren Infektion, ist die Liste der möglichen Ursachen lang. Deshalb müsse man gemeinsam mit dem Tierarzt auf Ursachenforschung gehen, sagt der BfT. Durchfall aufgrund von Nahrungsmittelallergien liessen sich beispielsweise durch eine Futterumstellung in den Griff bekommen. Sehr oft sind auch Parasiten die Übeltäter der Magen- und Darmerkrankung.

Auf Platz zwei liegen Hautveränderungen, am häufigsten ausgelöst durch Allergien, allen voran die Flohspeichelallergie. Auch Hunde reagieren allergisch auf Umweltstoffe wie Blütenstaub oder Pollen und nicht zuletzt können Futtermittel allergische Hautreaktionen auslösen. Darüber hinaus gibt es Hautpilzerkrankungen, die auch auf den Menschen übertragen werden können. Hautveränderungen sind auch Indikatoren für hormonelle Erkrankungen. Vermehrte Schuppenbildung und die Neigung zu Hautinfektionen beispielsweise sind typische Symptome bei einer Unterfunktion der Schilddrüse.

op-10 der häufigsten Krankheiten bei Katzen. (Grafik: © Bundesverband für Tiergesundheit e.V.)

Top-10 der häufigsten Krankheiten bei Katzen. (Grafik: © Bundesverband für Tiergesundheit e.V.)

Katzen: Schnupfen durch Impfung verhindern

Erstaunlicherweise stehen bei der Katze ansteckende Atemwegserkrankungen schon an zweiter Stelle, obwohl sich gerade diese durch eine Impfung im Welpenalter verhindern lassen, stellt der BfT fest. Landläufig werden sie unter dem Begriff Katzenschnupfen zusammengefasst. Der Großteil der Infektionen werde durch zwei Viren verursacht, das feline Calicivirus und das feline Herpesvirus. Aber auch bakterielle Erreger könnten beteiligt sein. Während sich die Anfangssymptome auf eine leichte Bindehautentzündung und/oder vereinzelte Nieser beschränken können, sind in einem fortgeschrittenen Verlauf schwere Erkrankungen mit eitrig verklebten Augen, Schnupfen, Nasenausfluss sowie Abgeschlagenheit möglich. Auch Todesfälle kommen bei dieser Erkrankung vor.

Quellen:
Pressemeldung des Bundesverbandes für Tiergesundheit (1.10.2015)
Pressemeldung “Katze” des Bundesverbandes für Tiergesundheit
Themenwebseite des BfT

Teilen
Über den Autor

Redaktion wir-sind-tierarzt.de

Unter dem Autorennamen "Redaktion wir-sind-tierarzt.de" veröffentlichen wir überwiegend kurze/aktuelle Nachrichten, die im Redaktionsalltag entstehen. Ein Namenskürzel am Textanfang weist ggf. näher auf den zuständigen Redakteur hin: jh – Jörg Held / hh - Henrik Hofmann / aw – Annegret Wagner Kontakt zur Redaktion: zentrale(at)wir-sind-tierarzt.de
Web Design MymensinghPremium WordPress ThemesWeb Development

Wildtiere: Hilfe kann auch Leid bedeuten

9. März 20169. März 2016
Ein Faltblatt gibt Tipps zum Umgang mit Wildtieren. (©Landestierschutzbeauftragte Hessen / Erni/Fotolia.com)„Wildtiere brauchen in den aller seltensten Fällen menschliche Hilfe," sagt die Landestierschutzbeauftragte Hessen. Was tun kann, wer ein Wildtier findet – oder aber auch besser lassen sollte – erklärt ein Flyer, den Dr. Madeleine Martin zusammen mit der Landestierärztekammer Hessen herausgegeben hat. (mehr …)