Im Januar 2015 gelesen

Beliebtes Fotomotiv: Bernhardiner in den Bergen – doch Tierschützer kritisieren die Haltungsbedingungen dieser "Nutztiere".Beliebtes Fotomotiv: Bernhardiner in den Bergen – doch Tierschützer kritisieren die Haltungsbedingungen dieser "Nutztiere". (Foto: ©Benduiker/GNU-Lizenz für freie Dokumentation / Symbolbild – dies sind nicht die kritisierten Tiere)
Beliebtes Fotomotiv: Bernhardiner in den Bergen – doch Tierschützer kritisieren die Haltungsbedingungen dieser "Nutztiere".

Beliebtes Fotomotiv: Bernhardiner in den Bergen – doch Tierschützer kritisieren die Haltungsbedingungen dieser “Nutztiere”.
(Foto: ©Benduiker/GNU-Lizenz für freie Dokumentation / Symbolbild – dies sind nicht die kritisierten Tiere)

Heute gelesen – 26.1.2015 (jh)

Der Bernhardiner als Nutztier der besonderen Art – bauernzeitung.ch

Das Matterhorn im Hintergrund, einen Bernhardinerhund zur Seite: So lassen sich Touristen in Zermatt gerne ablichten. Findige Hundehalter haben daraus ein Geschäftsmodell entwickelt und halten sich Foto-Hunde als ganz besondere Nutztierart. Doch der Schweizer Tierschutz (STS) kritisiert die Haltung der dafür verwendeten Hunde: “Für die Fototermine müssen die Hunde manchmal stundenlang stillsitzen. Und wenn sie nicht im Einsatz seien, wären sie sehr oft alleine, eingepfercht in einem leeren Haus oder ohne Auslaufmöglichkeit. Auch der zuständige Kantonstierarzt hat Massnahmen ergriffen. Ganz verbieten lässt sich diese Art der Nutztierhaltung allerdings nicht.

 

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Eingeschläfert – das umstrittene Redaktionsschwein des Weserkurier starb nach vier Jahren.

Eingeschläfert – das umstrittene Redaktionsschwein des Weser-Kurier starb nach vier Jahren. (© screenshot: meedia.de)

Heute gelesen – 21.1.2015 (jh)

Das Weser-Kurier-Schwein – erst gerettet, jetzt eingeschläfert – meedia.de

“Tibu” wurde eingeschläfert. Mit der Serie über ihr Redaktionsschwein hatte der Weser-Kurier einst einen Journalistenpreis gewonnen. Über sechs Monate begleitete die Redaktion ein Ferkel von der Geburt bis zur Schlachtung … fast: Denn als das Schwein einen Namen bekam – “Tibu”– kamen auch die Tierschützer. Sie bedrohten die Redaktion und den Metzger, der Tibus Fleisch verkaufen sollte. Die Redaktion knickte ein  und das Schwein durfte weiterleben. Danach interessierte es kaum noch jemanden. Jetzt wurde “Tibu” eingeschläfert. 

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Recycelter ZEIT-Artikel über medikamentenverkaufende Tierärzte auf derwesten.de.

Recycelter ZEIT-Artikel über medikamentenverkaufende Tierärzte auf derwesten.de. (screenshot: derwesten.de)

Heute gelesen – 14.1.2015 (jh)

Böser Großveterinär-Vorwurf die Zweite – WAZ recycelt ZEIT-Artikel über “Tierarzt als Teufel – derwesten.de

Medial ist das Thema mit Tierarzt Andreas Wilms-Schulze Kump als “Teufel im grünen Overall” eigentlich “durch”. Ende November hatte die ZEIT mit ihrem “Dealer-Vorwurf” für Schlagzeilen gesorgt und Tierärzte sogar zur Gegen-Demo nach Hamburg gelockt. Aber falls Sie in NRW jetzt aktuell drauf angesprochen werden:

Auch Medien recyceln. Und zwar nicht nur ihr bedrucktes Altpapier, sondern auch alte Geschichten – und so bringt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ/Hauptverbreitungsgebiet: Ruhrgebiet) auf ihrem Online-Portal derwesten.de die Geschichte jetzt einfach noch einmal im Wortlaut – mit neuer Überschrift: “Fleischindustrie / Resistente Keime – der Tierarzt als Apotheker im Maststall”. Morgen startet ja die Grüne Woche und da macht sich was “Kritisches” zur Fleischproduktion immer gut. Und auch die WAZ hat eine Spezialseite: Tödliche Keime (*die WAZ bildete zusammen mit dem Investigativbüro correctiv.org und Der ZEIT das MRSA-Rechercheteam)

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Die Rubrik “heute gelesen”

Den “Markt” beobachten – das ist eine journalistische Aufgabe, denn wer selbst über ein Thema berichten will, sollte wissen, was und wie andere schreiben oder senden. So “surfen” wir täglich über eine Vielzahl von Seiten und stoßen dabei auf Spannendes, Kurioses, Wissenswertes oder Nützliches. In unserer Rubrik “Heute gelesen” verlinken wir einige dieser Seiten – und kommentieren sie hin und wieder auch –, damit Sie wissen, was die Medien in Sachen Tiermedizin aktuell so bewegt. Die aktuellsten Fundstücke  finden Sie oben, die der Vortage nach diesem Post. Und am Fuß dieser Seite sind die Monatsarchive verlinkt.

Sie haben auch einen lesenswerten Artikel gefunden? Schicken Sie uns den Link mit einer kurzen Begründung des “Warum” per Mail an: zentrale@wir-sind-tierarzt.de

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Heute gesehen – Video – 9.1.2015 (jh)

Spannende Begegnung: 20 Minuten standen sich im Heidekreis ein Jäger und ein achtköpfiges Wolfsrudel gegenüber.

Spannende Begegnung von Jäger und Wölfen (screenshot: ©agrarheute.com)

Auge in Auge mit einem Wolfsrudel – agrarheute.com

20 Minuten standen sie sich auf einem Waldweg gegenüber: Ein Jäger und ein achtköpfiges Wolfsrudel. Eine der sehr seltenen Aufnahmen der ansonsten scheuen Tiere in freier Wildbahn. Wir betten das Video nicht ein. Schauen Sie es sich auf der agrarheute.com-Seite an. Es lohnt sich.

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Heute gelesen – 8.1.2015 (jh)

Tierarztkosten: Wie auf dem Basar – derwesten.de

Bei der Rechnungsstellung der Tierärzte gehe es zu, wie auf einem Basar: Bei der ein- bis dreifachen Berechnung gemäß GOT hätten die Tierärzte “freie Hand”, schreibt die WAZ-Mülheim.
Weiter unten im Artikel klingt es dann nicht mehr ganz so dramatisch. bpt-Pressesprecherin Dr. Astrid Behr darf die GOT-Regeln erklären und ist sich uneins mit einer lokalen Tierärztin, ob es möglich ist, Kosten einer Behandlung vorab zu beziffern. Den Beleg für die Überschrift mit den “stark variierenden” Kosten bleibt der Artikel schuldig. Zahlen gibt es nur zu einem Fall.
Was dieser Beitrag dennoch lehrt: Unzufriedene Tierhalter mit guten Pressekontakten können Aufmerksamkeit erzielen.

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Heute gelesen – 7.1.2015 (jh)

Der Tod kommt mit 120 km/h – spiegel online.de

Warum weichen Vögel nicht einfach aus, wenn ein Auto kommt? Sie können doch fliegen. Aber die Geschwindigkeit nicht richtig einschätzen, berichtet spiegel online. Die Grenze liegt bei etwa 120 Stundenkilometern: Fährt ein Auto schneller, schaffen es Vögel nicht mehr aus der Gefahrenzone.
Warum? Weil Tiere sich im Laufe der Evolution an ihre natürlichen Feinde anpassen. Die in Nordamerika häufigen Braunkopf-Kuhstärlinge aus der – im Original im Fachblatt “Proceedings B” veröffentlichten – Untersuchung werden zwar unruhig und fliegen davon, wenn ein Auto eine gewisse Nähe erreicht hat. Dieser Abstand war aber annähernd gleich, egal wie schnell das Auto fuhr. Das bedeutet:
Die Vögel “bewerten” nicht das Tempo der Bedrohung, sondern nur den Abstand zum “Feind”. Diese Flucht auf Distanz mag bei (langsameren) biologischen Feinden funktionieren. Bei schnelleren Bedrohungen wie Autos (ab 120km/h), funktioniert das nicht mehr. Die sind evolutionär gesehen immer noch eine Neuheit für die Vögel.
Weltweit sterben etwa Hunderte Millionen Vögel und andere Tiere pro Jahr bei Kollisionen mit Fahrzeugen.

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Heute gelesen – Dezember 2014

Heute gelesen – November 2014

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Redaktion wir-sind-tierarzt.de

Unter dem Autorennamen "Redaktion wir-sind-tierarzt.de" veröffentlichen wir überwiegend kurze/aktuelle Nachrichten, die im Redaktionsalltag entstehen. Ein Namenskürzel am Textanfang weist ggf. näher auf den zuständigen Redakteur hin: jh – Jörg Held / hh - Henrik Hofmann / aw – Annegret Wagner Kontakt zur Redaktion: zentrale(at)wir-sind-tierarzt.de
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Wildtiere: Hilfe kann auch Leid bedeuten

9. März 20169. März 2016
Ein Faltblatt gibt Tipps zum Umgang mit Wildtieren. (©Landestierschutzbeauftragte Hessen / Erni/Fotolia.com)„Wildtiere brauchen in den aller seltensten Fällen menschliche Hilfe," sagt die Landestierschutzbeauftragte Hessen. Was tun kann, wer ein Wildtier findet – oder aber auch besser lassen sollte – erklärt ein Flyer, den Dr. Madeleine Martin zusammen mit der Landestierärztekammer Hessen herausgegeben hat. (mehr …)